Über das Projekt

  • Idee

     

    sich singend begegnen

    Bei Sing along, Berlin! bist du eingeladen, mit Spiel- und Experimentierfreude deine stimmlichen Möglichkeiten zu erweitern – sei es bei Liedern aus dem Repertoire der Studioleiter (du entscheidest dich für eines der Studios), bei Improvisationen oder bei Gesangsnummern, die mit den Teilnehmern erst entwickelt werden und bei den Tuttiproben, dem Zusammenklang aller Teilnehmenden.

  • Camp 2018

    Jedes Camp steht unter einem eigenen Motto. 2018 „Heimat – Zuhause“. Ziel ist eine zusammenwachsende Gemeinschaft singender Menschen aus verschiedenen sozialen und kulturellen Kontexten. In unserem interkulturell ausgerichteten Projekt greifen wir damit dieses auch gesellschaftlich aktuelle Thema auf, um ihm für uns unter der Woche und auch bei den Auftritten am Ende des Camps in der Öffentlichkeit eine Stimme zu geben.

    Mach mit, wenn es darum geht, Botschaften zu setzen, Stimmungen zu begleiten und Atmosphäre an markanten Orten in Berlin zu verändern. Ziel ist es, Menschen zum Innehalten und zur Teilhabe zu bewegen!

    Wir unterscheiden Studios, Workshops und Tuttiproben.

    Projektpartner: Werkstatt der Kulturen, Rundfunkchor Berlin, Musikschule Paul Hindemith Neukölln, Begegnungschor Berlin

    Teilnehmerzahl: 200, Alter 7-77 Jahre

    Repertoire: Lieder, Songs, Improvisationen zum Thema “Heimat – Zuhause“ - Arrangements in unterschiedlichen Sprachen

    Zeit: 6.-12.8.2018

    Zeitplan (PDF-Download)

    Ort: Werkstatt der Kulturen (ganzes Haus)

    Aktionen vom 10.-12.08. 2018: Düttmann-Kiez, Hermannplatz, Werkstatt der Kulturen, Kraftwerk, Schloss Britz

    Kosten: Kinder/Jugendliche/Studierende: € 75, Geschwisterermäßigung € 10
    Erwachsene: € 100 bis € 150 je nach persönlichem Ermessen
    Beitrag bei Vorlage eines Berlinpasses € 20 (unter info@singalongberlin.de)

    Überweisung an: iQULT GmbH
    IBAN: DE 75 1004 0000 0337 7934 00
    Verwendungszweck: Teilnahme singalongberlin 2018

  • Studios 2018

    Studios sind kleinere Gruppen, die sich mit einer bestimmten Musikrichtung beschäftigen. Mit Deiner Angabe zu den musikalischen Vorlieben („Neugier für“) kannst Du Dich schon bei der Anmeldung für eine intensivierte Beschäftigung mit einer bestimmten musikalisch-ästhetischen Stilrichtung entscheiden. Im Rahmen des Studios studierst Du vier Stücke dieser Richtung ein. Die Gesangspaten des Rundfunkchors Berlin begleiten Dich mit Stimmbildung, Einstudierung und gestalterischen Hinweisen. Hinzu kommt jeweils ein Stück der anderen Musikrichtungen/Studios, die alle gemeinsam bei den Aufführungen singen. Diese studiert Ihr in den Tutti-Proben mit allen TeilnehmerInnen ein.

    Studios

    • Klassik. Musikalische Leitung: Heike Peetz-Glintenkamp
    • Circle Songs / Improvisation. Musikalische Leitung: Michael Betzner-Brandt
    • Pop / Jazz. Musikalische Leitung: Daniela Bartels 
    • Songs of communion / Protest songs. Musikalische Leitung: Neo Muyanga 

     

    Klassik. Musikalische Leitung: Heike Peetz-Glintenkamp

     
       Heike Peetz ist seit 2011als Sopranistin im Rundfunkchor Berlin angestellt. Lange Zeit arbeitete siefreischaffend undsang bei renommierten Ensembles wie dem RIAS­ Kammerchor und dem Vocalconsort Berlin. Regelmäßig tritt die Sängerin solistisch auf, vorrangig mit kammermusikalischen Programmen sowie als Konzertsängerin. Heike Peetz arbeitet seit ihrem Studium an der Musikhochschule Dresden als Chor­ leiterin, u. a. leitet sie seit 2003 den Clara-Schumann-Frauenchor Berlin. Durch die Kombination ihrer Tätigkeiten als Sängerin und Chorleiterin ist sie eine gefragte Ansprechpartnerin auf dem Gebiet der chorischen Stimmbildung.

     

    Circle Songs / Improvisation. Musikalische Leitung: Michael Betzner-Brandt

      lebt als Dirigent, Autor, Pädagoge und Stummfilmpianist  in Berlin. Mit seinem mehrfach preisgekrönten Chor Fabulous  Fridays entwickelt er groovende, zeitgenössische Chormusik, die er in der Reihe modern a cappel/a im Carus-Verlag herausgibt. Außerdem gründete und leitete er den Ich-kann-nicht­ singen-Chor,denRock PopChor60+HighFossi/itysowieden BegegnungschorBerli n- BerlinersingenmitGeflüchteten.Michael Betzner-Brandtmacht Musik mit Profisund mit Laien. In jedem Fall mit Menschen, die sich schon nach ganz kurzer Zeitgar nicht mehr als Laien vorkommen. Er gibt Workshops, stundenweise, wochenendweise, lebenslang. Er schreibt darüber,reist durch Deutschland und tritt überall auf. Und er ist seit jeher der festen Überzeugung:,,Jeder kannsingen"!

     

    Pop / Jazz. Musikalische Leitung: Daniela Bartels 

    studierte Schulmusik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Als Studentin sang sie bei den "Vivid Voices" und lernte hier viel über den Chorgesang in Pop und Jazz. Von 2013-2017 war sie als Musikpädagogin an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar tätig und bildete dort angehende Musiklehrer*innen aus. Im März 2014 gründete sie den preisgekrönten Berliner Chor "zimmmt", der wöchentlich in Kreuzberg probt und großen Wert auf künstlerische Partizipation legt. In Weimar gründete Daniela etwas später den "International Choir", in dem das Ziel verfolgt wird, Menschen durch die Freude am gemeinsamen Singen zusammenzubringen. Zurzeit ist sie als Musikpädagogin an der Universität zu Köln tätig, wo Ihr vor allem das Praxis-Seminar „Demokratische Chorpraxis“ sehr am Herzen liegt.

     

    Songs of communion / Protest songs. Musikalische Leitung: Neo Muyanga

       Komponist/ Sänger/ Librettist wurde in Soweto geboren. Er studierte italienische Madrigalkunst bei Maestro Piero Poclen in Triest (Italien). Mitte der 90er Jahre gründete er das Jazzduo Blk Sonshinemit Masauko Chipembere, dessen erste gemeinsam Produktion es 20 Wochen lang unter die Top 20 der Charts schaffte. Ihr Folgealbum Good life erschien 2009.
    Rund um den Globus reist Muyanga, sammelt musikalische Erfahrungen und verbindet sie mit den Wurzeln der Musikdradition seines eigenen Landes. Er komponiert Musiktheater, Chorwerke, Kammer- und Orchestermusik. Seine Operette „The Flower of shembe“ wurde  2012 wurde von der Kritik ausgezeichnet. Er tourt sowohl als Soloperformer als auch in unterschiedlichen Bandformationen durch die Welt. 2008 gründete er zusammen mit Chimurenga die pan african space station  eine Kombination aus Plattform und Radiostation, die mit neuen Formaten der Musikszene operiert: The Pan African Space Station (PASS) is a periodic, pop-up live radio studio; a performance and exhibition space; a research platform and living archive, as well as an ongoing, internet based radio station.

     

    Paten aus dem Rundfunkchor begleiten die Arbeit der Studios u.a. mit Stimmbildung: Sabine Eyer, Friedemann Hecht, Heike Peetz-Glintenkamp, Axel Scheidig, Isabelle Vosskühler

  • Workshops 2018

    Die Workshops sind den Studios zugeordnet. Hier geht es darum, Ausdruckskraft in Bewegung und Begegnung zu bringen, zwanglos und mit Spielfreude Impulse der Workshopleiter aufzugreifen und gemeinsam weiterzuentwickeln. Auch: dich auf die Auftritte in der Öffentlichkeit vorzubereiten, die ja in der Begegnung mit Unbekannten viele Überraschungsmomente bergen.

    Workshops

    • Interkultur & Perkussion
    • Bewegung / Raumwahrnehmung

     

    Interkultur & Perkussion: Alfred Mehnert

    zusammen mit Wassim Mukdad (Oud / Gesang) und Mehdat Aldaabal (Tanz)

     Alfred Mehnert
     

     hat als Musiker mit den Großen gespielt und von Jazz über Lateinamerikanisches bis zur elektronischen Musik eine unglaubliche Vielfalt bewiesen. Als Performer, Conferencier und Lyriker reicht sein Horizont vom nächtlichen Poetry-Slam in der Kreuzberger Kaschemme bis zur großen Bühne des Deutschen Theaters. Als Lehrer gelingt es ihm, Alters- und soziale Grenzen zu überwinden und fantastisch aufspielende Profis mit ebenso ahnungs- wie voraussetzungslosen Ex-Zuschauern auf eine Bühne zu bringen und in einen Jam zu verwickeln, der niemanden loslässt.

     

    Wassim Mukdad

     

    wurde in Syrien geboren, studierte am "Hoheren Musikinstitut in Damaskus" und lebt und studiert seit drei Jahren in Berlin. Er komponiert, dirigiert und spielt die Oud in verschiedenen Genres wie Tarab, Tanz- und mittelalterlicher Musik, die er mit Elementen anderer Musikkulturen verbindet.
    Seit seiner Kindheit spielt er Oud und Klavier, stark inspiriert von Munir Bashir, einem der großten Oud-Spieler der Geschichte. studierte bei renommierten Professoren wie Askar Alikbarov (Aserbaidschan), Isam Rafee und Mohammad Othman (Syrien). Derzeit studiert Wassim Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und arbeitet an verschiedenen Musikprojekten wie dem "Babylon Orchestra", ist Teil des "Kayan Project" und beteiligt sich an Projekten wie "Musikplus Fusion" dem Education- Programm der Berliner Philharmoniker.
    All seine musikalischen Projekte zeigen seine Vision von Musik als einem der wichtigsten Kommunikationsmittel, um Menschen mit unterschiedlichem kulturellen und sprachlichen Hintergründen zu verbinden und mit ihnen auf einer tiefen emotionalen Ebene zu interagieren

     

    Medhat Aldaabal

    geboren in Damaskus/ Syrien, studierte er Theater am Institut für Darstellende Kunst in Damaskus. Er arbeitete in der arabischen Region mit unterschiedlichen Gruppen, u.a. mit dem Enana Dance Theater, Syrien (2009-2011), und der KOON Theater Group, Beirut, bevor er 2015 nach Berlin kam. Hier nahm er an zahlreichen Workshops für Zeitgenössischen Tanz teil und unterrichtet Tanz für geflüchtete Kinder. Seit 2017 tanzt er in der Produktion „Comes as you are“ von Nir de Volff. Aktuell gibt er gemeinsam mit Ali Hasan regelmäßige Dabke Community Dance-Workshops im Radialsystem.

     

    Bewegung / Raumwahrnehmung: Julia Strehler

     Julia Strehler
     

    1971 in Frankfurt gebürtig, lebt Julia Strehler mit Mann und zwei Kindern 70 km  südlich von Berlin. Sie ist gelernte Feldenkraislehrerin, Tanz-und Theaterpädagogin und interkulturelle Theatermacherin und Schauspielerin. Seit 1993ist sie tätig als freischaffende Pädagogin, Schauspielerin, Projektleiterin, Bühnenautorin und Regisseurin in freien Projekten mit Laienspielern und Profis.
    Als Gründerin der Theaterinitiative „Neues Volkstheater Fläming“ (www.neues-volkstheater.de) hatte sie die Projektleitung und künstlerische Leitung im ehemaligen Kreiskulturhauses in Niemegk von 2003-2010.
    Sie ist aktuell Leiterin des freien Theaters „Ensemble des Augenblicks“, Feldenkraispractitioner in eigener Praxis (http://www.feldenkrais-strehler.de). Sie arbeitet als Mitinitiatorin historischer Theaterproduktionen darüber hinaus als Regie-Coach bei diversen freien Produktionen, Regie- und Filmprojekt mit Deutschen und Geflüchteten.

      

  • Aktionen 2018

    Samstag, 11. August, Gedächtniskirche / Hermannplatz / Werksatt der Kulturen
    Sonntag, 12. August, Kraftwerk / Schloss Britz / Werkstatt der Kulturen

    Die genauen Zeiten der Aktionen werden rechtzeitig bekannt gegeben.

  • Schirmherrschaft 2018

    Foto: Bundesregierung / Jesco Denzel

     

    Dr. Franziska Giffey,
    Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

    Grusswort

    Liebe Sängerinnen und Sänger,
    liebe Konzertbesucherinnen und -besucher,

    zusammen zu singen, schafft Gemeinschaft, ob in der Fankurve, unterm Weihnachtsbaum oder im Jugendcamp am Lagerfeuer. Wenn man gemeinsame Lieder hat, ist das Gefühl von Zuhause, von Zugehörigkeit, in der Regel nicht weit. Zusammen zu singen, verbindet aber auch über die Grenzen des gemeinsamen Liedguts hinweg. Klassiker aus Pop und Musical sind international bekannt, und selbst bei Liedern in fremden Sprachen gibt es oft einen Refrain, den man schnell mitsingen kann. Das Singen selbst nämlich ist kulturübergreifend. Als Einheit von Stimme und Worten, Klang und Rhythmus, und als Chorgesang, der vielfältige Stimmen zu einem besonderen Ganzen zusammenbringt, zählt das Singen zu den Fähigkeiten jedes Menschen und jeder menschlichen Gemeinschaft.

    In Berlin leben Menschen aus allen Staaten der Welt. Millionen von Menschen haben hier ihre Heimat gefunden, und Millionen von Liedern liegen gewissermaßen in der Luft. Kann man das verbinden, zu einem vielstimmigen Chor? „Sing along, Berlin!“ bringt Menschen verschiedener Herkunft und Altersstufen zu einem generationenübergreifenden Gesangsprojekt zusammen, in diesem Jahr unter dem Motto „Heimat – Zuhause“. Schon beim Proben wächst eine Gemeinschaft von sehr unterschiedlichen Sängerinnen und Sängern zusammen, die mehr verbindet als trennt.

    Natürlich bleibt es nicht beim Proben. „Sing along, Berlin!“ wird sich auch in diesem Jahr wieder durch die Stadt singen. Bei den Konzerten im öffentlichen Raum springt der Funke über. Der Zauber überträgt sich auf die Zuhörerinnen und Zuhörer. Singen bringt Lebensfreude und Spontaneität. Das passt zu Berlin. Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim Sommercamp 2018 viel Spaß und Erfolg und allen Besucherinnen und Besuchern der Konzerte aufregende, klangvolle Momente!

     

    Mit freundlichen Grüßen


    Dr. Franziska Giffey
    Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend